Tagsüber waren wir noch in Dublin unterwegs und am Abend des gleichen Tages kamen wir in Madrid an.

Als wir den Flughafen verließen und am Abend in der Innenstadt beim Hotel ankamen, war es schon sehr spät. Die Tür zum Hotel war verschlossen und wir mussten erst einmal klingeln und warten, um hineingelassen zu werden. Uns empfing eine sehr freundliche, ältere Dame. Diese teilte uns dann auch gleich mit, dass wir leider eine Zimmerkategorie gebucht hatten, die ein recht kleines Doppelbett mit nur einer Decke umfasste. Also eher ein Zimmer für Frischverliebte und nicht unbedingt geeignet für zwei reisende Kumpel. Wir erhielten aber kurzerhand ohne Probleme und vor allem ohne Aufpreis ein Upgrade auf ein Zimmer mit zwei Betten.

Zwei Tage in Madrid

Unsere Unterkunft
Hostal Mayor  
Freundliches Personal, günstig, perfekte Lage. Absolut empfehlenswert.
Restaurant-Tipps
Museo del Jamon – Typisch madrilenischer Schinkenladen mit Restaurant.
La Jamonería de Julián Becerro – Kleines Restaurant mit gutem Frühstück.
Casa Labra – Einfaches, von Einheimischen besuchtes Restaurant mit tollen Tapas.
Cocktails und Bier
Matador – Tapas, Cocktails und Bier in toller, authentischer Atmosphäre.
En Busca del Tiempo – Tapas, Drinks, sehr netter Wirt.
Nightlife
Moondance – Disco mit bunt gemischtem Publikum.

Das Hotel lag unweit des Plaza Mayor und somit sehr zentral. Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, war noch Zeit für einen Gang durch die nähere Umgebung.

Direkt neben unserem Hotel befand sich ein Museo del Jamon. Den überall an den Wänden hängenden Schinken kann man hier kaufen und natürlich auch vor Ort verzehren. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und bestellten jeweils einen Teller mit verschiedenen Schinkensorten und dazu ein Bier. Sehr lecker, frisch und preiswert.

Danach kehrten in die Tapas-Bar Matador ein, die uns von außen schon sehr einladend vorkam. Unser erster Eindruck bestätigte sich dann auch gleich: Innen erwartete uns ein bunt gemischtes Publikum und eine gemütliche Stimmung. Zwei Bier später gingen wir dann müde und zufrieden zurück ins Hotel.

Tempel von Debod

Am nächsten Morgen ließen wir es langsam angehen. Die Sonne schien und wir setzten uns zu einem späten Frühstück draußen vor die La Jamonería de Julián Becerro. Hier gab es klasse Cappuccino und leckere Baguettes mit Schinken und Käse.

Frisch gestärkt konnte es dann weitergehen. Das Wetter spielte weiterhin mit und so machten wir uns auf, die madrilenischen Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erkunden.

Vorbei an der Oper und am Plaza de Espana ging es zum Tempel von Debod. Der ägyptisch-nubische Tempel stand früher am Nilufer und wurde Anfang der siebziger Jahre auf einer Anhöhe Madrids wiederaufgebaut. In unmittelbarer Nähe gibt es eine Terrasse, die eine tolle Sicht auf die Stadt bietet.

Palacio Real und Almudena-Kathedrale

Wir liefen die Anhöhe hinunter, gingen durch die Jardines del Campo del Moro (Schlossgarten) und kamen beim Palacio Real, dem königlichen Palast, an. Für einen Gang durchs Innere war dank der Öffnungszeiten leider keine Zeit mehr, aber auch von außen macht der Palast schon einiges her.

Die direkt neben dem Palast liegende Almudena-Kathedrale war länger geöffnet und so konnten wir hier einen ausgiebigen Blick ins Innere werfen. Die erst vor etwas über zwanzig Jahren fertiggestellte Kathedrale wirkt im Inneren fast schon schlicht und sachlich, weiß aber gerade dadurch zu überzeugen.

Weiter ging es zum Mercado de San Miguel. Der in der Nähe des Plaza Mayor gelegene überdachte Markt hat sich im Laufe der Jahre zu einem Touristenspot entwickelt. Irgendwie ist er ein wenig „zu“ schick und ein richtiger Markt ist es auch nicht mehr. Stattdessen gibt es hier edle (und teure) Tapas in allen Variationen.

Mercado de San Miguel und das Stadtviertel Sol

Appetit bekam man von den Auslagen des Mercado de San Miguel aber schon und so suchten wir uns eine etwas weniger touristische Lokalität. Wirklich erfolgreich war diese Suche nach einem kulinarischen Kleinod allerdings nicht, der Hunger übermannte uns hinterrücks und wir setzten uns in ein Restaurant auf der Außenseite des Plaza Mayor. Das Essen war okay und die Preise ebenso. Mehr nicht.

Wir schlenderten nach Anbruch der Dunkelheit über den Plaza Mayor, gingen weiter zur Puerta del Sol und bogen ab in südliche Richtung. Hier ist die Dichte an Tapas-Bars und anderen Lokalitäten sehr hoch. Nach kurzem Linsen durch die Fenster entschieden wir uns, ein oder zwei Drinks im En Busca del Tiempo zu genießen. Eine gute Entscheidung: Ein Wirt, der authentischer und einladender nicht hätte sein können, und Drinks, die dem Prädikat Preis-Leistungs-Sieger nicht hätten gerechter werden können. Gut gelaunt ging es dann noch weiter in einen Irish Pub und ins Moondance.

Estadio Santiago Bernabéu

Der Abend endete spät und so begann der folgende Tag für uns auch erst am späten Vormittag. Die Innenstadt hatten wir ja schon größtenteils erkundet und so fuhren wir mit der Metro in den Stadtnorden. Unser Ziel war das Estadio Santiago Bernabéu.

Ein Besuch der Heimat des erfolgreichsten Fußballclubs Europas durfte bei unserem Trip nach Madrid natürlich nicht fehlen. Leider fand während unseres Aufenthalts in Madrid nur ein Auswärtsspiel statt. Aber auch während einer regulären Besichtigungstour bekommt man schon einen guten Eindruck der Spielstätte der Königlichen vermittelt.

Wir fuhren mit der Metro wieder zurück in die Innenstadt und ließen den Abend bei Tapas im Casa Labra ausklingen. Die Tapas in diesem authentischen und von Einheimischen besuchtem Restaurant waren wirklich klasse.

Unser Madrid-Aufenthalt näherte sich langsam dem Ende. Aber es wird sicherlich nicht der letzte Trip in diese sympathische Stadt gewesen sein.

(Dies ist der zweite Teil des Berichts „Hauptstadt-Hopping: Dublin und Madrid„.)

 

 

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