Wir kamen erst abends nach unserer Fahrt aus Neapel in Rom an, kauften ein paar Snacks ein und ließen den Tag im Hotel ausklingen. Am nächsten Morgen wollten wir schon früh los. Schafften es dann aber doch nicht ganz so zeitig.

Spaziergang durch Rom: Pantheon, Engelsburg und Petersdom

Unsere Unterkunft
Eroom42 Guest House
Ruhig, freundliches Personal, günstig, gute Anbindung. Empfehlenswert.
Restaurant-Tipps
Saltimbocca Ristorante  
Urig-gemütliches Restaurant. Sehr lecker.

Wir setzten uns in die Metro, fuhren zwei Stationen und stiegen an der Haltestelle „Piramide“ aus. Wenn man aus der Metro kommt, kann man die Namensgeberin gleich erblicken: die Cestius-Pyramide. Das Grabmal des Cestius ist die einzig übriggebliebene der Pyramiden, die sich einige Römer errichten ließen. Vorbei am Circus Maximus liefen wir dann zum Colosseum. Es war mittlerweile 10:30 Uhr und die Schlangen vor den Kassen hielten uns von der Besichtigung ab. Wir verschoben die Amphitheater-Tour auf den folgenden Tag.

Viktor-Emanuelsdenkmal

Wir liefen am Forum Romanum vorbei weiter zum imposanten Viktor-Emanuelsdenkmal, das von den Römern „Schreibmaschine“ oder „Hochzeitstorte“ genannt wird. Von der Terrasse hat man einen Weitblick über die Stadt. Auch auf die direkt nebenan gelegenen Trajansmärkte, die Trajanssäule und den Piazza Venezia hat man eine tolle Sicht. Und „im“ Denkmal sind verschiedene Ausstellungen zu besichtigen.

Pantheon

Über den Piazza Venezia ging es weiter zum Pantheon. Schon von außen weiß der ehemalige Tempel und jetzige Sakralbau zu beeindrucken. Im Inneren wirkt der wuchtige Bau durch die riesige Kuppel sogar noch eindrucksvoller. Durch Dan Browns Roman „Illuminati“ ist das antike Gebäude sicherlich noch berühmter geworden. Auf unserem Gang durch Rom wollten wir natürlich auch andere Orte des Romans ansteuern, die darüberhinaus meist aber auch ohne den Roman bei Touristen sehr beliebt sind. Wir verließen das Pantheon und schlenderten über den Piazza Navona mit dem schönen Fontana dei Fiumi (Vierströmebrunnen), der bei Dan Brown auch eine gewchtige Rolle spielt.

Engelsburg

Das nächste Ziel sollte die Engelsburg sein. Vorher wollten wir jedoch noch etwas essen, denn außer einem kleinen Frühstück im Hotel hatte unser Magen noch nicht viel Essbares gesehen. Während wir durch die malerischen, aber eben auch sehr touristischen Gassen schlenderten, wurden wir fortlaufend angesprochen, doch in die typischen Restaurants einzukehren. Wir blieben  ein paar Minuten standhaft, aber nach ein paar hundert Metern war unser Hunger und die Überredungskünste der Angestellten zu groß und wir setzten uns an einem Tisch im „Saltimbocca Ristorante“. Welches sich als Glücksgriff entpuppte: nette Bedienung, gemütlich eingerichtet und gutes Essen (Ossobuco probieren!).

Gut gestärkt verließen wir das Ristorante, liefen in ein paar Minuten zum Tiber, überquerten die Engelsbrücke und standen schließlich vor der Engelsburg.  Das ehemalige Mausoleum für römische Kaiser wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem militärischen Stützpunkt und dann zur päpstlichen Festung umfunktioniert. Über eine Spiralrampe gelangt man zu den einzelnen Ebenen, die jeweils unterschiedlich genutzt wurden. Heute ist die Engelsburg ein Museum. Und auch auf der Engelsburg gibt es eine Dachterrasse, von der man weite Teile Roms überblicken kann.

Petersdom

Als wir die Engelsburg verließen war bereits später Nachmittag und so blieb uns nur noch wenig Zeit für die Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten. Der Petersdom ist nicht weit von der Engelsburg entfernt. Wir hatten Glück: eine Stunde vor Schließung hat man zwar keine Möglichkeit mehr, die Sixtinische Kapelle zu besichtigen, dafür waren aber keine Schlangen am Eingang zum Petersdom selbst. Nach kurzer Zeit durchschritten wir die Sicherheitskontrollen und konnten den Petersdom betreten. Schon in den ersten Sekunden stockt einem ob der Größe im Inneren gleich der Atem. Diese Dimensionen sind irgendwie schon unwirklich. Alleine der knapp 30 Meter hohe Baldachin aus Bronze über dem Altar ist gigantisch. Für uns das imposanteste kirchliche Gebäude, das wir bisher betreten haben. Schwierig vorstellbar, wie es einem Menschen vor rund 500 Jahren erst die Sprache verschlagen haben muss.

Spanische Treppe und Trevi-Brunnen

Wir verließen den Petersdom nach Sonnenuntergang, schauten uns noch kurz die Schweizergarde an und machten uns dann auf zur Spanischen Treppe. Dort angekommen standen wir gleich inmitten einer großen Touristenmenge. Diese hatten wir zwar schon im Vorfeld an allen Sehenswürdigkeiten erwartet, aber bis auf die Schlange am Eingang zum Colosseum blieb uns das bisher erspart. Dennoch fanden wir einen Platz auf den Stufen und amüsierten uns über das Getümmel und die trillerpfeifenden Polizisten, die die Besucher vom Essen auf den Stufen abhalten wollten .

Wir liefen ein paar hundert Meter weiter in südliche Richtung und erreichten die nächste Sehenswürdigkeit, die leider auch von eine Touristentraube eingerahmt war: der Trevi-Brunnen. Ein paar Fotos und eine kurze Pause später beendeten wir unseren Tagesgang durch Rom und steuerten das Hotel an.

(Dieser Beitrag ist der dritte Teil des Berichts „Sechs Tage in Italien: Von Neapel nach Rom„.)

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