Nach einem kurzen Zwischenstopp in München kamen wir am späten Vormittag in Neapel an, übernahmen den Mietwagen und machten uns auf den Weg nach Scafati, einer Kleinstadt in der Nähe Neapels.

Pompeji, Capri und Amalfi

Unsere Unterkunft
Hotel America
Ruhig, freundliches Personal, günstig, geräumig. Empfehlenswert.
Restaurant-Tipps
Pompeji: Pizzeria da Zio Carmine – Kleine Pizzeria. Günstig und lecker.

Aufgrund der schwierigen Parkplatzsituation entschieden wir uns zu einem Hotel, das etwas außerhalb des neapolitanischen Verkehrschaos lag. Außerdem waren Pompeji, Capri und die Amalfiküste schneller erreichbar und in Neapel selbst wollten wir nur einen Tag bleiben. Scafati war für uns also eine gute, vielleicht bessere Alternative.

Pompeji

Nach dem Einchecken fuhren wir gleich weiter ins ein paar Kilometer entfernte Pompeji. Dort angekommen aßen wir eine neapolitanische Pizza, freuten uns über den überschaubaren Andrang am Eingang der Ausgrabungsstätte und machten uns gleich auf, die alte untergegangene Stadt zu erkunden.

Die Ausgrabungsstätte ist wirklich riesig und man kann hier sehr viel Zeit verbringen. Die restaurierten Häuser und deren Interieur vermitteln einen guten Eindruck davon, wie das Stadtleben in Pompeji damals abgelaufen sein muss. Ein dickes Booklet informiert Besucher über die verschiedenen Besonderheiten in der Ausstellung. So kann man sich je nach vorhandener Zeit einen eigenen Rundgang zusammenstellen.

Capri

Der nächste Tag sollte sehr sonnig werden. Wir standen schon früh auf, um eine der ersten Fähren von Sorrento nach Capri zu erwischen. Auf der Strecke machten wir hin und wieder kurz Halt, um ein paar Eindrücke von der Steilküste per Foto festhalten zu können.

In Sorrento angekommen, wurde uns klar, dass wir nicht die einzigen und erst recht nicht die ersten Frühaufsteher waren. Wir stellten uns in eine der Warteschlangen vor den Kassenhäuschen und konnten schneller als erwartet Tickets lösen und mit ein wenig gelant-geschickter Vordrängelei auch die nächstmögliche Fähre besteigen.

Trotz der Nebensaison war das Boot voll belegt. Wir wollten uns gar nicht ausmalen, wie überfüllt die Boote und letztlich Capri selbst während der Hochsaison sein muss.

Auf der Insel angekommen kauften wir gleich Tickets für eine Bootstour rund um die Insel. Und zwanzig Minuten später saßen wir mit 10 anderen Leuten und einem italienischen Bootsführer im gestandenen Alter und schipperten aus dem Hafen.

Entspannt fuhren wir rund um die Insel, ließen uns die verschiedenen Buchten, Grotteneingänge, Felsformationen und Orte zeigen. Ein typisches Capri-Highlight fehlte allerdings: die blaue Grotte ist aktuell leider nicht befahrbar. Der Eingang ist zu niedrig.

Wieder im Hafen angekommen, nahmen wir die Zahnradbahn, die einen von der Hafenpromenade in die Oberstadt bringt. Hier aßen wir noch ein traditionelles Zitroneneis und genossen den Ausblick. Bald darauf gingen wir dann langsam zur Fähre und fuhren wieder zurück zum Festland.

Amalfi

Es war später Nachmittag und wir entschlossen uns dazu, die verbleibenden Sonnenstunden zu nutzen und Positano und Amalfi einen kleinen Besuch abzustatten. An den steilen Küsten entlang fuhren wir die engen Straßen rauf und runter zur Amalfiküste. Diese Idee war allerdings nicht unsere beste: Es war Sonntag und somit waren nicht nur Urlauber, sondern auch viele Einheimische und Tagesurlauber unterwegs. Alles zusammen mündete in einem zähen Verkehrsfluss. Kurz vor Amalfi ging dann gar nichts mehr. Ein langer Stau bildete sich vor der Ortseinfahrt.

In Amalfi hätte uns dann schließlich auch ein überfüllter Ort erwartet und somit entschlossen wir uns zähneknirschend zur Kehrtwende. Im Stau drehten wir auf der Straße und machten uns auf den Rückweg. Zumindest boten sich uns schöne Ausblicke auf verschiedene steile Felsen und schöne Buchten…

(Dies ist der erste Teil des Berichts zu „Sechs Tage in Italien: Von Neapel nach Rom„.)

 

 

 

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